In dieser Infoveranstaltung wird zunächst der aktuelle Stand des INSPIRE Prozesses vorgestellt. Aus der Vielzahl der Aspekte, die INSPIRE berührt werden diejenigen identifiziert, die als rechtlich verbindliche Vorgaben innerhalb der nächsten zwei Jahren durch die öffentliche Verwaltung umgesetzt werden müssen.
Im zweiten Teil werden die Auswirkungen der INSPIRE Direktiven auf der Umsetzungsebene anhand von Praxisbeispielen erläutert. Die INSPIRE Richtlinien sind aufgrund ihres Charakters einer gesetzlichen Verpflichtung meist theoretischer Natur und können mit sehr unterschiedlichen Technologien umgesetzt werden. Bei der Auswahl der geeigneten technischen Mittel ist auch die Größe der zu beschreibenden Infrastruktur maßgeblich für den erforderlichen Aufwand an Automatisierung. Eine Landes-GDI wird sich zum Beispiel mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Einführung eines eigenen Metadatenkatalog entscheiden, um eine Vielzahl von Diensten und Daten effizient verwalten zu können. Aber nicht jede Kommune oder andere Stelle des öffentlichen Rechts hat diesen Bedarf, weil die zu beschreibenden Datenmengen überschaubar sind.
Im dritten Teil werden Open Source Softwarepakete vorgestellt, die für die Umsetzung von INSPIRE genutzt werden. Für Datenanbieter reduzieren sich Aufwand und Kosten für die Bereitstellung von Daten und Services über Open Source Software die den bekannten und bewährten OGC Standards folgen. Es ist naheliegend Erweiterungen die für INSPIRE benötigt werden gemeinsam als Open Source Software zu entwickeln. Damit profitieren alle von den Investitionen und es wird ein optimaler Nutzen der öffentlichen Mittel erzielt, bis hin zu Dienstleistern, die optimierte Lösungen anbieten können.
Ein wichtiger Aspekt um diese Synergien zu schaffen ist die Verbesserung der Kommunikation - ein Bereich der im INSPIRE-Prozess immer wieder als sehr schwierig identifiziert wird. Open Source Entwicklung bietet die volle Kommunikationsinfrastruktur um genau solche Probleme zu überwinden. Die Koordinierungsstelle der EU, das Joint Research Center (JRC) in Ispra, Italien hat einige dieser Methoden bereits adaptiert (Mailing-Listen, Foren, Veröffentlichung von Zwischenergebnissen). Auf nationaler Ebene und vor allem im Technologiesektor ist aber noch großer Bedarf, der durch die Konsequente Nutzung von Open Source Methodologien überwunden werden kann. So können z.B. Ergebnisse der GDI-DE Prototypen, die spezielle Aspekte der kommenden Richtlinien untersuchen helfen, Handlungsanweisungen abzuleiten, um die Anforderungen von INSPIRE termingerecht und effizient zu erfüllen.
Programm
09:30 Veranstaltungsbeginn
Zu Beginn der Veranstaltung stehen individuelle Gespräche und Beratungen bei Kaffee und gekühlten Getränken. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, spezielle Fragen an die Referenten aufgenommen und Informationen gesammelt. So können neben dem festen Programm auch individuelle Fragestellungen behandelt und Kontakte zu anderen Anwendern hergestellt werden.
09:45 Begrüßung und Moderation
Herr Stamm (WhereGroup) spricht zum Empfang, stellt die WhereGroup kurz vor und erläutert das Veranstaltungsprogramm.
16:00 Abschlussdiskussion
Die Erfahrung hat gezeigt, dass während der Veranstaltung Fragen auftreten, die sich nicht immer direkt beantworten lassen. Das Ende der Veranstaltung ist daher offen
gehalten, um Raum für die Beantwortung dieser Fragen zu lassen und vertiefte Diskussionen in kleineren Gruppen zu ermöglichen.
Die WhereGroup schließt die Tore um 18 Uhr 00.
Termin: Donnerstag, 10. September 2009
Veranstaltungsort: WhereGroup, Siemensstr. 8, 53121 Bonn (Anreise)
Zielgruppe: Entscheider aus Behörden und öffentlichen Verwaltungen, Kommunale Rechenzentren, Büros, Firmen und Dienstleister im GI-Bereich und alle Interessierte
Kosten: €199,- pro Person zzgl. gesetzl. MwSt.
Unsere Informationsveranstaltungen können Sie per Mail oder per Fax buchen.
Hier finden Sie unsere Teilnahmebedingungen und allgemeine Hinweise zu unseren Veranstaltungen.