INSPIRE in der Praxis

In dieser Infoveranstaltung wird zunächst der aktuelle Stand des INSPIRE Prozesses vorgestellt. Aus der Vielzahl der Aspekte, die INSPIRE berührt werden diejenigen identifiziert, die als rechtlich verbindliche Vorgaben innerhalb der nächsten zwei Jahren durch die öffentliche Verwaltung umgesetzt werden müssen.

Im zweiten Teil werden die Auswirkungen der INSPIRE Direktiven auf der Umsetzungsebene anhand von Praxisbeispielen erläutert. Die INSPIRE Richtlinien sind aufgrund ihres Charakters einer gesetzlichen Verpflichtung meist theoretischer Natur und können mit sehr unterschiedlichen Technologien umgesetzt werden. Bei der Auswahl der geeigneten technischen Mittel ist auch die Größe der zu beschreibenden Infrastruktur maßgeblich für den erforderlichen Aufwand an Automatisierung. Eine Landes-GDI wird sich zum Beispiel mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Einführung eines eigenen Metadatenkatalog entscheiden, um eine Vielzahl von Diensten und Daten effizient verwalten zu können. Aber nicht jede Kommune oder andere Stelle des öffentlichen Rechts hat diesen Bedarf, weil die zu beschreibenden Datenmengen überschaubar sind.

In der Praxis haben sich bereits viele Synergien ergeben, z.B. stellen Landes-GDI Metadatenkataloge für die Nutzung durch Kommunen zur Verfügung. Für die Kommunen ergeben sich mehrere Vorteil. In Rheinland Pfalz können Kommunen ihre Metadaten über das Geoportal RLP registrieren, verwalten und Zugriffsrechte definieren. Das Land veröffentlicht alle gekennzeichneten Metadatensätze automatisch in dem Umweltportal PortalU und kann durch die GDI-DE gelesen werden. Damit kommt die Kommune ohne weiteres Zutun und ohne eigene Ausgaben für Software, Installation, Training und Betrieb ihren rechtlichen Verpflichtungen durch INSPIRE nach.

Im dritten Teil werden Open Source Softwarepakete vorgestellt, die für die Umsetzung von INSPIRE genutzt werden. Für Datenanbieter reduzieren sich Aufwand und Kosten für die Bereitstellung von Daten und Services über Open Source Software die den bekannten und bewährten OGC Standards folgen. Es ist naheliegend Erweiterungen die für INSPIRE benötigt werden gemeinsam als Open Source Software zu entwickeln. Damit profitieren alle von den Investitionen und es wird ein optimaler Nutzen der öffentlichen Mittel erzielt, bis hin zu Dienstleistern, die optimierte Lösungen anbieten können.

Ein wichtiger Aspekt um diese Synergien zu schaffen ist die Verbesserung der Kommunikation - ein Bereich der im INSPIRE-Prozess immer wieder als sehr schwierig identifiziert wird. Open Source Entwicklung bietet die volle Kommunikationsinfrastruktur um genau solche Probleme zu überwinden. Die Koordinierungsstelle der EU, das Joint Research Center (JRC) in Ispra, Italien hat einige dieser Methoden bereits adaptiert (Mailing-Listen, Foren, Veröffentlichung von Zwischenergebnissen). Auf nationaler Ebene und vor allem im Technologiesektor ist aber noch großer Bedarf, der durch die Konsequente Nutzung von Open Source Methodologien überwunden werden kann. So können z.B. Ergebnisse der GDI-DE Prototypen, die spezielle Aspekte der kommenden Richtlinien untersuchen helfen, Handlungsanweisungen abzuleiten, um die Anforderungen von INSPIRE termingerecht und effizient zu erfüllen.

Programm
09:30 Veranstaltungsbeginn

Zu Beginn der Veranstaltung stehen individuelle Gespräche und Beratungen bei Kaffee und gekühlten Getränken. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht, spezielle Fragen an die Referenten aufgenommen und Informationen gesammelt. So können neben dem festen Programm auch individuelle Fragestellungen behandelt und Kontakte zu anderen Anwendern hergestellt werden.

09:45 Begrüßung und Moderation

Herr Stamm (WhereGroup) spricht zum Empfang, stellt die WhereGroup kurz vor und erläutert das Veranstaltungsprogramm.

ab 10:00 Inhalte der Infoveranstaltung
  • Einführung in die Inhalte der EU-Richtlinie
    • Metadata (definiert Daten über Daten und Dienste)
    • Data Specification (legt die Datenspezifikationen der Themen der Anhänge I bis III fest)
    • Network Services (macht Vorgaben über das Leistungsvermögen der Dienste)
    • Data and Service Sharing (Rechtliche Rahmenbedingungen und technische Verfügbarkeit)
    • Monitoring and Reporting
  • Konkretisierung der Inhalte
  • Vorstellung der Arbeit der Bund-Länder Koordinierungsgruppen
  • Problematik der föderalen Strukturen
  • ISO, OGC und INSPIRE - Architekturen & Technologie
  • Praxis und Technologie auf die INSPIRE-Richtlinien abstimmen
  • Praxisbezogene Softwarelösungen und Implementierungen vorstellen
  • Vorstellung des Umsetzungsbeispiel Geoportal-RLP

16:00 Abschlussdiskussion

Die Erfahrung hat gezeigt, dass während der Veranstaltung Fragen auftreten, die sich nicht immer direkt beantworten lassen. Das Ende der Veranstaltung ist daher offen
gehalten, um Raum für die Beantwortung dieser Fragen zu lassen und vertiefte Diskussionen in kleineren Gruppen zu ermöglichen.

Die WhereGroup schließt die Tore um 18 Uhr 00.

Rückfragen
Simon Schneider
E-Mail: simon.schneider@wheregroup.com
Tel.: +49-(0)228-909038-29

Termin: Donnerstag, 10. September 2009

Veranstaltungsort: WhereGroup, Siemensstr. 8, 53121 Bonn (Anreise)

Zielgruppe: Entscheider aus Behörden und öffentlichen Verwaltungen, Kommunale Rechenzentren, Büros, Firmen und Dienstleister im GI-Bereich und alle Interessierte

Kosten: €199,- pro Person zzgl. gesetzl. MwSt.

Unsere Informationsveranstaltungen können Sie per Mail oder per Fax buchen.
Hier finden Sie unsere Teilnahmebedingungen und allgemeine Hinweise zu unseren Veranstaltungen.


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